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interstellarum Deep-Sky-Atlas

Ronald Stoyan, Stephan Schurig

interstellarum Deep-Sky-Atlas Karten: 114
Erscheinungsjahr: 2013
Ausführung: ringgebunden
Anspruch: II-V

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Zunächst einmal liegt hier auf den ersten Blick gut erkennbar ein moderner, vollständiger Himmelsatlas für die visuelle Beobachtung vor. 114 Hauptkarten in einheitlichem Maßstab von 1,5 cm entsprechend einem Bogengrad zeigen den ganzen Himmel, 29 Nebenkarten besonders interessante Himmelsregionen. Die Hauptkarten sind in Bändern gleicher Deklination angeordnet und lassen sich in Rektaszension durchblättern. Verweise auf Anschlußkarten, die groben Übersichten am Beginn des Atlas und die auf allen Karten gut auffindbaren Sternbildlinien und -bezeichnungen erleichtern die Orientierung. Das Kartenbild ist klar, eingängig und sowohl mit Weiß- als auch Rotlicht gut nutzbar.

Die eigentliche Besonderheit eröffnet sich erst auf den zweiten Blick. Die Objekte sind in Klassen aufgeteilt, je nachdem mit welcher Teleskopgröße sie gut zu sehen sind. Alle Angaben beruhen zunächst auf den komplexen Algorithmen der Software "Eye & Telescope" und sind für einen Himmel mittlerer Güte berechnet. Diese Ergebnisse wurden dann mit veröffentlichten Beobachtungserfahrungen abgeglichen und bei Bedarf korrigiert. Im Ergebnis finden Sie für jedes verzeichnete Objekt einen eindeutigen Hinweis, ob Sie mindestens 100, 200 oder 300 mm Teleskopöffnung benötigen, um es gut sehen zu können. Manchmal sind auch Objekte eingezeichnet, die größere Öffnungen erforderlich machen, die überwiegende Masse der fast 15.000 verzeichneten Deep-Sky-Objekte ist mit heute üblichen Amateurmitteln jedoch tatsächlich visuell beobachtbar. Es ist den Machern mit diesem System gelungen, den Atlas von unsichtbaren Zielen und damit von viel Ballast zu befreien. Gleichzeitig haben sie über 1.000 Objekte aufgenommen, die mit heutigen Amateurteleskopen gut sichtbar sind, aber bisher kaum in gedruckten Atlanten enthalten waren.

Die Grenzgröße der auf den Hauptkarten eingezeichneten Sterne beträgt 9,5 mag, auf den Detailkarten steigt sie auf 11 mag. Deutlich über 20.0000 Sterne werden dargestellt, wobei wie üblich Doppelsterne und Veränderliche markiert sind. Die Deep-Sky-Objekte umfassen natürlich die bekannten Objektklassen Sternhaufen, Nebel, Dunkelnebel, Galaxien und Planetarische Nebel. Aber auch etwas unüblichere Objektklassen wie Quasare, Sternmuster, Sternwolken und Galaxiengruppen sind enthalten. Bei Planetarischen Nebeln und Galaxien ist hervorzuheben, dass alle Mitglieder einiger, bei Beobachtern besonders beliebter Kataloge, vollständig verzeichnet sind. Bei allen Emissionsnebeln wird zusätzlich direkt am Objekt eine Empfehlung für einen der drei Filtertypen O III, UHC oder H beta gegeben. Da gerade diese Objekte zwar beliebt aber auch schwierig zu beobachten sind, können Sie sich schnell die geeignete Kombination aus Teleskop und Filter erschließen. Folgen Sie dann noch der Empfehlung, bei nicht optimalem Himmel im Zweifelsfall eine Teleskopklasse größer zu verwenden, steht einer erfolgreichen Beobachtung kaum noch etwas im Wege. Sobald Sie sich an den schwächeren der dargestellten Objekte versuchen, sollten Sie über ein Kombination dieses Atlas mit der ihm teilweise zu Grunde liegenden Software "Eye & Telescope" nachdenken, denn für diese Objekte wird sich bald die Notwendigkeit ergeben, einfach und schnell verlässliche Aufsuchkarten in größerem Maßstab zu erstellen.

Der Atlas ist feuchtigkeitsabweisend verarbeitet, so dass auch in feuchtfröhlichen Astronächten nicht mit einer Beschädigung des Atlas gerechnet werden muss.

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