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Planetary UWA 9mm 58° (1,25")

Planetary UWA 9mm 58° (1,25")
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Kaum ein anderer Bereich der Amateurastronomie hat in den letzten zwei Dekaden einen solchen Fortschritt erlebt wie die Okularentwicklung. Für die Profiastronomie schon lange nicht mehr von Belang, macht das Okular für den beobachtenden Amateurastronomen die Hälfte der Abbildungsqualität des optischen Systems aus. Zwar gab es bereits in den 80er und 90er Jahren Entwicklungssprünge, die sich leider massiv auf den Anschaffungspreis durchschlugen. Erst die qualitativ immer hochwertigere Massenproduktion und weitere neue Optikdesigns bereiteten den Weg für Okulare in einem auch für den kleineren Geldbeutel bezahlbaren Preissegment.

Diese "Planetary" Okularserie ist (noch) ein Geheimtipp! Dennoch, durch das reichhaltige Angebot an Okularen am Markt neigen diese Okulare gern dazu, übersehen zu werden. Uns ist es gelungen, die eh schon sensationell günstigen Okulare noch preisbewusster für Sie anbieten zu können!

Die Verarbeitung ist für Optiken dieser Preisklasse erstaunlich gut. Bei Brennweiten im einstelligen Millimeterbereich, von denen es auf der Welt ziemlich wenige gibt, fällt sofort die enorm große, gut 20mm durchmessende Augenlinse auf. Die Hülseninnenseite, auch zwischen den Linsen, ist ordentlich geschwärzt, sonst häufig ein Schwachpunkt günstiger Chinaokulare. Die Vergütung ist makellos.

Der obere, augenseitige Teil der Okularhülse ist gummiert, also handschuhfreundlich. Das Gummi dünstet keinen unangenehmen Geruch von Weichmachern aus. Gleiches gilt für die ausklappbare Augenmuschel. Die Augenhülse lässt sich um etwa acht Millimeter herausschrauben und den individuellen Sehgewohnheiten anpassen. Die Okulare sind mit etwa 15 Millimeter Augenabstand meist brillenträgertauglich! Ein Blick durch das Okular offenbart ein scheinbares Gesichtsfeld von etwa 60°, was nahezu dem Radius des Wahrnehmungsbereichs des menschlichen Auges entspricht. Nimmt man die Augenmuschel ab, steht eine umlaufende Nut zur Montage von Kameraadaptern für die afokale Fotografie zur Verfügung.

Die vom bekannten Optikdesigner T. M. Back gerechneten "Glastönnchen" erinnern bei der Beobachtung in Farbtreue und Transparenz an die puristischen Olympusokulare vergangener Zeiten. Letztere konnten allerdings nicht annähernd mit solch einem Gesichtsfeld aufwarten. Das Staunen bei unseren Testbeobachtungen war groß, sind die Okulare durchaus auch für Deep-Sky-Objekte kleinen scheinbaren Durchmessers geeignet. Selbst am Newton mit f/4 und Komakorrektor zeigte sich ein über die Fläche angenehme Abbildung bis fast zum Rand. Dank des Hülsendurchmessers von weniger als 45mm sind die Okulare bedenkenlos an Binos einsetzbar. Somit sind die Zeiten vorbei, in denen man sich mit längerbrennweitigen Okularen und einer Barlowlinse behelfen musste. Gerade günstige Barlowlinsen haben sich häufig kontraproduktiv auf auch noch so gute Okulare ausgewirkt. Für eine aktuelle hochwertige Barlow bekommt man etwa 3 "Planetary" Okulare. Damit fällt das Abwägen "Barlow oder Okular(e)" endgültig flach!

Wir können die Okulare uneingeschränkt für die ambitionierte Planetenbeobachtung als auch für den Einsteiger mit kleinem Geldbeutel empfehlen. Passender Schutzköcher



Technische Daten:

  • Scheinbares Gesichtsfeld 58°
  • Augenabstand etwa 15 mm
  • Hub Augenhülse 8,5mm
  • Gehäusedurchmesser 45mm
  • Nutdurchmesser unter der abnehmbaren Augenmuschel 38mm
  • Linsen 6 in 4 Gruppen
  • Vergütung multivergütet
  • Augenauflage Gummiaugenmuschel, umklappbar, abnehmbar
  • Masse um 170g
  • Steckmaß 1,25"
  • Filtergewinde E 28,5
  • Mitgeliefertes Zubehör: Optikreinigungstuch
optinales Zubehör Zubehör

Kaufberatung

Tipp
: Wie ermittle ich die maximale Vergrößerung meines Teleskops?

Keine Angst, die Mathematik wird auf ein Minimum reduziert! Die maximal sinnvolle Vergrößerung eines optischen Systems hängt von Faktoren wie a) Qualität der Optik, b) Qualität der eigenen Augen, c) Luftunruhe (nicht zu verwechseln mit Transparenz) ab. Allein a) und b) füllen eigene Bücher. Wir betrachten nachfolgend den wesentlichen Punkt: Durchmesser des Teleskops. Dieser bestimmt die theoretische Auflösung. Als Angabe der höchsten sinnvollen Vergrößerung findet man häufig den Wert "Durchmesser der Optik in Millimeter multipliziert mit 2". Das ist nur bedingt richtig. Dies gilt nämlich nur für absolut perfekte Optiken, Augen und den luftleeren Raum. Letzteres zumindest wünschen wir Ihnen bei der Ausübung des Hobbys auf gar keinen Fall! Wir empfehlen folgende Herangehensweise, die unseren Praxiserfahrungen entspricht und sich am Öffnungsverhältnis orientiert.

Die Blende des Teleskops, also "Brennweite in Millimeter dividiert durch den Durchmesser der Optik in Millimeter" ergibt das Öffnungsverhältnis oder eben die Blende. Dieser dimensionslose Wert stellt die unter den meisten Beobachtungsverhältnissen sinnvolle Angabe für die Wahl des Okulars in Millimeter dar.

Beispiel: 750mm Brennweite : 150mm = 5, im Fachchinesisch auch mit f/5 angegeben. (Ein identisches Ergebnis gibt es auch bei einer Brennweite von 1000mm und einem Durchmesser von 200mm usw.)

Mit einem Okular mit 5mm Brennweite befindet man sich auf der sicheren Seite. Damit haben wir noch immer nicht die "sicherste" Maximalvergrößerung benannt.

Brennweite des Teleskops 750mm : Brennweite des Okulars 5mm = 175 fache Vergrößerung.

Würde man die anfangs vorgestellte Formel anwenden, "dürfte" es auch eine Vergrößerung von 300x sein, bzw. ein Okular mit 2,5mm Brennweite. Hier bleiben aber die Punkte b) und c) (Leistung des eigenen Auges, Luftunruhe) unberücksichtigt! Was würde bei der Nutzung eines solchen Okulars an den Beispielteleskopen geschehen? Bestenfalls sähe man ein zwar größeres, aber eben auch dunkleres Bild, ohne mehr Details wahrnehmen zu können. Schlimmstenfalls würde das Bild sogar im verschwommener. Wie wir sehen, hängt die Maximalvergrößerung keinesfalls an der "Größe" des Teleskops, sondern an dessen Öffnungsverhältnis. Das bedeutet aber nicht, dass man es mit höheren Vergrößerungen nicht versuchen sollte, dann allerdings in kleinen Schritten. In unserem Beispiel also von 5mm Okularbrennweite auf 4mm entsprechend etwa 188x Vergrößerung. Als Faustregel empfehlen wir, dass, wenn sie mindestens drei Beobachtungen in unterschiedlichen Nächten gemacht haben, an denen das Bild derart ruhig - quasi fast wie eingefroren - im Gesichtsfeld stand, Sie und Ihr Beobachtungsplatz "reif" für den nächsthöheren Vergrößerungsschritt sind.

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