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Photoshop Astronomy

R. Scott Ireland

Photoshop Astronomy Auflage: 2.
Erscheinungsjahr: 2009
Ausführung: kartoniert
Sprache: englischsprachig
Seiten: 310
Anspruch: II-IV

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Der Autor arbeitet selber seit 1997 mit Photoshop, um seine Astrofotos zu bearbeiten. Die dabei gemachten Erfahrungen hat er in diesem speziell auf die Bedürfnisse des Amateurastronomen zugeschnittenen Buch gesammelt. Photoshop ist ein komplexes Werkzeug, das für eine ungeheure Vielzahl an Anwendungen eingesetzt werden kann. Daher ist es sinnvoll, für jedes größere Anwendungsgebiet andere Schwerpunkte bei der Erklärung zu setzen. Der Autor hat das Buch mit Beispielen aus der astronomischen Bildbearbeitung gefüllt und erklärt anhand dieser Beispiele jeden verwendeten Schritt ausführlich. Als Einsteiger in die komplexe Materie können Sie schnell erstaunliche Ergebnisse sehen.

Dabei ist das Buch keine vereinfachte Darstellung von Photoshop. Es scheut vor schwierigen oder umfangreichen Beispielen nicht zurück. Ebenso kommt der Hintergrund digitaler Bildbearbeitung und die Funktionsweise von Photoshop zu voller Geltung.

Genau dieses Konzept des Buches erkennt man bereits an den ersten beiden Kapiteln. Es beginnt mit der Beschreibung der "digitalen Dunkelkammer" und der in ihr notwendigen technischen Ausstattung, von Computer und Monitor bis hin zu Dateiformaten für digitale Bilder. Das zweite Kapitel befasst sich darauf gleich mit einem Thema, über das alleine schon ganze Bücher geschrieben wurden, nämlich dem Farbmanagement mit seinen Auswirkungen auf Astrofotos. Die Grundeinstellung des Autors ist, dass Sie nur dann erfolgreich mit Photoshop arbeiten können, wenn Sie verstehen, wie dieses Programm arbeitet und welche Konzepte hinter seinen Funktionen stecken. Da dürfen Sie sich dann nicht gleich zu Anfang von einem komplexen Thema wie Farbmanagement abschrecken lassen.

Darauf wird das Buch mit einem der wichtigsten Werkzeuge für Astrofotografen fortgesetzt, mit den Histogrammen. Sie werden erkennen, was Histogramme sind, was Sie aus ihnen lernen können und wie Sie diese Informationen für die Verarbeitung Ihrer Fotos einsetzen können. Die im nächsten Kapitel folgende Einführung in die Maskierungstechnik wird unter der Zielsetzung vorgestellt, Farbe und Kontrast für bestimmte Bildbereiche anpassen zu können. Kapitel 5 befasst sich mit der mittlerweile äußerst beliebten Funktion der Addition mehrerer Bilder und der Tücken und Schwierigkeiten, die dieses Verfahren mit sich bringt.

Es folgen zwei Kapitel mit Funktionen für erweiterte Bearbeitung. Sie erfahren, wie Sie am besten mit Vignettierungen und ungleichmäßiger Ausleuchtung umgehen. Ausführlich widmet sich das Buch dem Problem des Bildrauschens und den Möglichkeiten es zu reduzieren. Ein weiteres Kapitel behandelt ausführlich ein Thema, das sicher nur für Astrofotografen eine herausragende Bedeutung hat, nämlich das Erscheinungsbild von Sternen im fertigen Bild. Sterne sind einfach auf jedem Astrofoto vorhanden, sie wirken entscheidend am endgültigen Bildeindruck mit. So werden Ihnen hier Verfahren vorgestellt, mit denen Sie offensichtliche Probleme beseitigen können, wie z.B. Farbhalos, Deformationen oder überbelichtete Sterne.

Ganz "zwanglos" taucht das Buch immer weiter in die Tiefen dieses unglaublich komplexen Programmes ab. Alternative Bilddarstellungen wie LRGB (Helligkeit, Rot, Grün, Blau), das der menschlichen Wahrnehmung viel näher ist als das verbreitete RGB-Verfahren, werden erklärt. In diesem Zusammenhang beschreibt der Autor auch Werkzeuge in Photoshop, mit denen Sie die Farben innerhalb eines Bildes analysieren und bei Bedarf individuell neu zusammenstellen können. Sie lernen, verschiedene Bilder mit unterschiedlichen Eigenschaften (Farben, Belichtungen, Auflösungen) zu einem Gesamtbild (Komposit-Bild) zusammenzufügen. Ebenso stellt das Buch die Möglichkeiten vor, die Ihnen in Photoshop zur Verfügung stehen, um aus mehreren Bildern ein Mosaikbild zu erzeugen.

Am Ende stehen die Arbeitsschritte, die erforderlich werden, wenn Sie die fertig bearbeiteten Bilder im Internet veröffentlichen oder zufrieden stellende Ausdrucke erzeugen wollen. Zu den finalen Bearbeitungsschritten an einem digitalen Bild gehört dabei auch die gegen Ende beschriebene Verbesserung der Schärfe durch verschiedene integrierte mathematische Funktionen. Anmerkungen und Ergänzungen zum äußerst komplexen Thema "Farbräume und Farbmanagement" wurden in einen eigenen aktualisierten Anhang aufgenommen.

Alle Abweichungen und Veränderungen, die sich an der Arbeit mit Photoshop seit der ersten Auflage des Buches ergeben haben, hat der Autor im letzten Kapitel zusammen gefasst. Hier liegt dann der Schwerpunkt auf den Versionen CS2, CS3 und CS4. Was zuerst merkwürdig wirkt, ist eine bewusste Entscheidung des Autors, der seit Erscheinen der ersten Auflage viele Rückfragen von Lesern bekommen hat, die mit älteren Versionen von Photoshop recht lange und zufrieden arbeiten. Verstehen Sie das Buch in den ersten 12 Kapiteln also als ausführlichen Grundkurs in der Verwendung von Photoshop in der Astronomie. Erst zum Schluss erhalten Sie die neuesten Funktionen und aktuellen Änderungen. Das Buch bleibt damit auch für Nutzer älterer Photoshop-Versionen ein guter Kauf.

Auf der beigefügten CD-ROM befinden sich alle im Buch besprochenen und verwendeten Beispielbilder. Damit sollen Sie selber in die Lage versetzt werden, die beschriebenen Bearbeitungsschritte und Verfahren unmittelbar praktisch nachzuvollziehen. Den Umgang mit einer Software lernen Sie eben nur, indem Sie mit dieser auch echte Arbeiten ausführen. Die vom Autor verwendete Kombination aus digitalen Beispielen und gedruckter Anleitung, die das gestellte Problem und das gewünschte Ergebnis beschreibt, ist hervorragend für das Selbststudium geeignet.

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