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Maxvision Okular 28mm 68° (2")

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Kaum ein anderer Bereich der Amateurastronomie hat in den letzten zwei Dekaden einen solchen Fortschritt erlebt wie die Okularentwicklung. Für die Profiastronomie schon lange nicht mehr von Belang, macht das Okular für den beobachtenden Amateurastronomen die Hälfte der Abbildungsqualität des optischen Systems aus. Zwar gab es bereits in den 80er und 90er Jahren Entwicklungssprünge, die sich aber leider massiv auf den Anschaffungspreis durchschlugen. Erst die qualitativ immer hochwertigere Massenproduktion und weitere neue Optikdesigns bereiteten den Weg für Okulare in einem auch für den kleineren bis mittleren Geldbeutel bezahlbaren Preissegment.

Die MaxVision Okularserie aus dem Hause Explore Scientific ist teilweise noch immer ein Geheimtipp. Als unser Test-Team diese Sehhilfen zum Testen bekamen, waren wir bereits durch den zu unserer Überraschung positiv ausgefallenen Test der HR Okulare vorgewarnt. Auch hier fragten wir uns, ob bei diesen günstigen Preisen mit einer bemerkenswerten Qualität gerechnet werden kann. Wir sollten nicht enttäuscht werden!

Die Verarbeitung von Optik und Gehäuse ist sehr solide. Es fällt gleich die enorme Bandbreite an Größe und Masse der unterschiedlichen Brennweiten auf. Hier sollten Sie aufpassen, dass bei den längeren Brennweiten durch die massiven Okulare nicht der Okularauszug oder gar die Montierung überlastet wird! Die Hülseninnenseite ist ordentlich geschwärzt, genauso wie die Linsenkanten, sonst häufig ein Schwachpunkt günstiger Chinaokulare. Die Multivergütung kann als exzellent eingestuft werden.

Der obere, augenseitige Teil der Okularhülse ist gummiert, also handschuhfreundlich. Das Gummi dünstet keinen unangenehmen Geruch von Weichmachern aus. Gleiches gilt für die plane Augenmuschel, die korrekt als Augenhöhlenauflage bezeichnet werden muss. Die Augenhülse lässt sich je nach Olular um etwa 15-30mm herausschrauben. Somit ist ein angenehmes Einblickverhalten für jeden Geschmack sichergestellt. Ein Blick durch das Okular offenbart ein scheinbares Gesichtsfeld von etwa 70°, was dem Wahrnehmungsradius des menschlichen Auges entspricht. Damit erhöht sich natürlich auch das am Himmel beobachtbare tatsächliche Gesichtsfeld.

Die Konstrukteure dieser "Glastönnchen" haben ihre Hausaufgaben gemacht. Keinerlei "Kidney-Bean-Effekt", also die teilweise Verdunklung des Gesichtsfeldes durch eine ungünstige Pupillenposition ist erkennbar. Selbst am Newton mit f/4 und Komakorrektor zeigte sich ein über die Fläche gleichförmige Abbildung bis zum Rand. Wegen der doch recht unterschiedlichen Hülsendurchmesser können wir für den Betrieb an Binokularansätzen nur die 16mm Version, bei großem Augenabstand größer als 68mm auch noch das 20mm Okular empfehlen.

Die optischen Überraschungseier gibt es in den Brennweiten 16 / 20 / 24 / 28 / 34 und 40mm. Die ersten drei Größen mit 1,25" Steckhülse, der Rest in 2". Die Okularbrennweiten gibt es ebenfalls in einer mit Argon gefüllten Version von Explore Scientific. Für noch größere Gesichtsfelder bieten wir ähnliche Brennweiten auch mit 82° an, ebenfalls von Explore Scientific.

Fazit: Preisleistungsverhältnis stimmt, ohne dass man an irgendeiner Stelle Bauchschmerzen bekommt. Gute Okulare zum deutlich geringeren Preis als von einem früheren Anbieter. Wer hier zugreift, wird bei der nächsten Beobachtungsnacht von Mitbeobachtern neidische Blicke (durchs Okular) ernten.

Technische Daten

  • Scheinbares Gesichtsfeld: 68°
  • Augenabstand etwa 15mm
  • Hub Augenhülse 20mm
  • Linsen/Gruppen 6/4
  • Vergütung multivergütet
  • Augenauflage: Gummiaugenmuschel, flach
  • Masse 508g
  • Steckmaß 2 Zoll
  • Filtergewinde 48mm (innen)


Größenvergleich Maxvision Okulare von links nach rechts: 40, 34, 28, 24, 20, 16mm

Maxvision Okularfamilie Kaufberatung

Tipp
: Jetzt zugreifen!

Was wie der Kaufansporn eines Händlers klingt, ist vielmehr ein gut gemeinter Rat von Praktikern. Diese Okulare stammen aus einem Produktionsüberhang eines bekannten Optikherstellers. Dadurch können sie um teilweise unter der Hälfte des gewohnten Preises angeboten werden. Ist das MaxVision Kontingent abverkauft, wird es keinen Nachschub mehr geben. Einzige Alternative sind dann die optisch identischen, deutlich teureren Okulare vom Mitbewerber, soweit diese nicht auch schon eingestellt sein werden. Also, nicht lang fackeln, sondern zuschlagen solange es die Okulare gibt! Besonders interessant erscheinen uns das 16mm Okular, das binotauglich ist, das 24mm, das ebenfalls einen 1,25" Anschluss mitbringt und für Großköpfe auch noch im Binoansatz funktioniert, und das 34mm 2" Okular, weil es sowohl an katadioptrischen als auch an Dobsonteleskopen brennweitentechnisch eine gute Figur macht.