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Galaxien - Eine Einführung für Hobby-Astronomen

208 Seiten, kartoniert, 2012, II-III

Wolfgang Steinicke

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Galaxien zeigen unter den Beobachtungszielen von Amateurastronomen wohl die größte Vielfalt an Form und innerer Struktur. Entsprechend sind sie für Amateurteleskope jeder Größe reizvolle Ziele und daher auch bei Fotografen und visuellen Beobachtern gleichermaßen beliebt. Beobachtungen und Fotos gewinnen entscheidend an Reiz, wenn die physikalische Natur des Objektes, seine Stellung im Kosmos und mögliche geschichtliche Hintergründe bekannt sind. Dieses Buch liefert Ihnen alle notwendigen Hintergründe und eine gelungene, umfangreiche Zusammenstellung interessanter Beobachtungsobjekte.

Das erste Drittel des Buches steht im Zeichen der "Theorie". Hier liefert der Autor eine gute Mischung aus Forschungsgeschichte, Grundlagen der Klassifikation und astrophysikalischen Erklärungen. Was ein Amateurastronom heute über Galaxien wissen sollte, finden Sie hier. Zunächst einfache Angaben dazu, wie der Anblick von Galaxien am Himmel beschrieben wird. Es folgen klassische astronomische Eigenschaften wie Helligkeit, Leuchtkraft, Rotationsverhalten, Spektren und die Einordnung in verschiedene Klassifikationssysteme. Die enorme Formenvielfalt der Galaxien hat bereits früh Versuche hervorgebracht, diese Objekte in ein durchgängiges Ordnungsschema zu bringen und so Erklärungen für ihre Formen zu erhalten. Das heutige Wissen der Astrophysik zur Entstehung und Entwicklung einzelner Galaxien und zur Gruppenbildung schließt den theoretischen Abschnitt ab.

Der anschließende Abschnitt zur amateurastronomischen Praxis fällt vergleichsweise kurz aus. Scheinbar liegt der Schwerpunkt auf visueller Beobachtung, allerdings behandelt der Autor hier auch Themen wie Ausrüstung, atmosphärische Bedingungen und Beobachtungsort, die ebenfalls große Bedeutung für die Fotografie haben, die im zweiten Kapitel des Abschnitts zu ihrem Recht kommt.

Deutlich mehr als ein weiteres Drittel widmet das Buch der Darstellung spezieller Objekte. Viele Objekte werden mit Zeichnungen oder Fotos vorgestellt und zeigen so, was mit heutigen Mitteln möglich ist. Die Auswahl muss bei der enormen Anzahl vorhandener Galaxien natürlich subjektiv bleiben. Sie zeigt gleichzeitig sehr schön, dass letztlich jedes Instrument an seine Grenzen stößt, da es nahezu beliebig viele schwache und kleine Objekte gibt. Für jeden Beobachtertyp dürfte etwas dabei sein, die Palette reicht von den wenigen mit bloßem Auge sichtbaren Galaxien bis zu denen, die auch für den erfahrenen Astrofotografen noch eine Herausforderung darstellen. Für diesen Abschnitt wählte der Autor einen unüblichen Gruppierungsansatz. Zuerst stellt er typische Vertreter bekannter Galaxienkataloge wie Messier-, Caldwell- oder NGC-Katalog vor. Es folgen die Galaxien ausgewählter Regionen wie den Polregionen oder bestimmter Sternbilder. Nahe Galaxien, verschiedene Galaxientypen und Galaxien mit benachbarten Objekten sind weitere Themen. Am Ende stehen diverse Sonderfälle, veränderliche Galaxien sowie Galaxienpaare, -trios, -gruppen und -haufen. Alle vorgestellten Objekte werden mit ihren für die Beobachtung wichtigen Daten tabellarisch zusammengefasst. In diesen Tabellen listet der Autor immer die genaue Position, Helligkeit, Flächenhelligkeit, Ausdehnung, Positionswinkel, Klassifikation und Entfernung auf. So können Sie recht schnell erkennen, welche Objekte mit der Ihnen zur Verfügung stehenden Ausrüstung gesehen oder fotografiert werden können.

Im Anhang finden Sie ein Glossar sowie Verweise auf gedruckte Literatur und Internetquellen. Aber auch ein Objektverzeichnis, das alle beschriebenen Galaxien nach Namen und Katalogbezeichnungen geordnet auflistet.