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Explore Scientific 100° Ar Okular 5,5mm (2")

Explore Scientific 100° Ar Okular 5,5mm (2")
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Kaum ein anderer Bereich der Amateurastronomie hat in den letzten zwei Dekaden einen solchen Fortschritt erlebt wie die Okularentwicklung. Für die Profiastronomie schon lange nicht mehr von Belang, macht das Okular für den beobachtenden Amateurastronomen die Hälfte der Abbildungsqualität des optischen Systems aus. Zwar gab es bereits in den 80er und 90er Jahren Entwicklungssprünge, die sich aber leider massiv auf den Anschaffungspreis durchschlugen. Erst die qualitativ immer hochwertigere Massenproduktion und weitere neue Optikdesigns bereiteten den Weg für Okulare in einem auch für den kleineren bis mittleren Geldbeutel bezahlbaren Preissegment.

Die Explore Scientific Okularserie muss sich vor ihren renommierten Mitbewerbern keinesfalls verstecken. Unser Testteam war aufgrund etlicher positiver Bewertungen sehr gespannt, ob Okulare für etwa die Hälfte des Preises nominal gleicher Okulare aus den USA mithalten können.

Über den Sinn und Zweck von 100° Okularen kann man vortrefflich streiten. Der Radius des Wahrnehmungsbereichs des Auges beträgt etwa 65°, der der bewussten Wahrnehmung weniger als 1/10 davon. Wozu also solche Okulare? Spätestens bei Okularbrennweiten im einstelligen Millimeterbereich an einem Dobson beantwortet sich die Frage von selbst: Ein Nachführen ist viel seltener notwendig als bei Okularen gleicher Brennweite mit geringeren scheinbaren Gesichtsfeldern. Aber auch Freunde motorisierter Teleskope kommen auf ihre Kosten. Im Vergleich zu Okularen mit geringerem scheinbaren Gesichtsfeld und längerer Brennweite, sprich kleinerer Vergrößerung, hat man bei 100° bei gleichem tatsächlichen Gesichtsfeld eine höhere Vergrößerung! Damit über die Mondoberfläche zu wandern ist wahrscheinlich ähnlich wie beim Anflug der Apollo Astronauten einen Blick durchs Fenster der Raumkapsel zu riskieren. Ob es Sinn macht mit Brille zu beobachten, muss sich jeder selbst beantworten. Bei so einem Gesichtsfeld reicht die Bewegung des Augapfels nicht mehr aus, um das Feld zu überblicken, man muss den Kopf als Ganzes bewegen.

Die Okulare an einem Bino zu nutzen, ist reine Geldverschwendung, da man deren Vorteile im Doppelpack nicht nutzen kann. Die Kosten solcher Okulare sind ja nicht von schlechten Eltern. Umso interessanter, wenn es bei der vorliegenden Okularserie von Explore Scientic Okulare in einem Preisgefüge gibt, das nur ansatzweise so ein Loch im Astro-Etat hinterlässt als bei anderen Anbietern.

Zur Qualität bleibt zu sagen, dass es keine durchgängige Aussage gibt, sondern von Okular zu Okular betrachtet werden muss. Das Testteam hatten den Eindruck, je kürzer die Brennweite desto geringer der Unterschied zu den Referenz Okularen vergleichbarer Brennweite.

Die Kaiserklasse der Weitwinkelokulare gibt es in den Brennweiten 5,5 / 9 / 14 / 20 / 25 und 30mm. Alle Okulare haben eine 2 Zoll Steckhülse.

Fazit: Ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis, aber selbst für hartgesottene Sternfreunde definitiv ein Luxusartikel. Wer solche Okulare sein Eigen nennt, wird zum Star jeder Starparty.

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