Diese neuen Filter dienen speziell der digitalen Fotografie des Planetensystems mit elektronischen Kameras oder Webcams ohne IR-Sperrfilter an langbrennweitigen Teleskopen.
Zur Wirkungsweise
Die Astronomik Planet IR Pro CCD-Filter tun zweierlei:
1. Für Planeten- und Mondbeobachtung lassen diese Filter erst Licht in einem Bereich passieren, in dem sich das Seeing viel weniger bemerkbar macht als im visuellen. Praktisch heisst das: Das Bild wird in großen Teleskopen wesentlich ruhiger und somit auch schärfer.
2. Speziell für die Mars-CCD-Fotografie öffnen die Filter erst bei Wellenlängen, in der die Oberflächeneinzelheiten die größten Kontraste zeigen.
Weitere Vorteile gegenüber den bekannten RG Filtern von Schott:
- deutlich bessere Unterdrückung des Seeings als bei Schott RG 665
- steilere Flanken (kürzere Belichtungszeiten)
- MC-Vergütung (besserer Kontrast)
- optische Dicke identisch mit anderen Astronomik-Filtern (homofokal)
- optimale Anpassung der Transmission für Amateurteleskope
Wieso zwei verschiedene Filter?
Bei der Entwicklung stand das Astronomik-Team vor der Problemstellung, dass bei zunehmender Wellenlänge die Auflösung der optischen Systeme sinkt. Gleichzeitig steigt aber die Abbildungsqualität durch geringere Seeinganfälligkeit. Ein weiteres Problem stellt das kaum dokumentierte verhalten von CCD- und CMOS-Ships im nahen Infrarot dar. Durch verschiedene Testreihen, die ebenfalls durch Amateurastronomen im gesamten Bundesgebiet unterstützt wurden, konnten optimale Filterprofile erstellt werden.
Der Vergleich:
 Einzelbild mit Astronomik IR-Block an 10" LX-200 bei mittlerer Luftunruhe |  Einzelbild mit Astronomik Planet IR Pro 742 an 10" LX-200 bei mittlerer Luftunruhe |
 Summenbild mit Astronomik IR-Block an 10" LX-200 bei mittlerer Luftunruhe |  Summenbild mit Astronomik Planet IR Pro 742 an 10" LX-200 bei mittlerer Luftunruhe |
Das 742er Filter bietet sich für Teleskope kleineren Objektivdurchmessers an. In diesem Wellenlängenbereich haben die meisten elektronischen Kameras noch nahezu ihren vollen Wirkungsgrad. Gleichzeitig wird aber ein Großteil des störanfälligen Wellenlängenbereichs, der durch Seeing beinflusst wird, geblockt.
Das 807er Filter ist perfekt für Teleskope ab 8 Zoll Öffnung. In diesem Wellenlängenbereich haben die meisten elektronischen Kameras bereits nicht mehr ihre volle Empfindlichkeit. Dieser Effekt wird durch die grössere Öffnung kompensiert. Dafür macht sich hier allerdings das Seeing noch weniger bemerkbar als bei dem kurzwelligeren Passfilter.
| Fakten | |
| Hauptanwendungsbereich | Blockung des scihtbaren Lichtes, welches besonders stark für das Seeing anfällig ist. |
| Wirkungsweise | Für Planeten- und Mondbeobachtung lassen diese Filter erst Licht in einem Bereich passieren, in dem sich das Seeing viel weniger bemerkbar macht als im Visuellen. Praktisch heisst das: Das Bild wird in großen Teleskopen wesentlich ruhiger und somit auch schärfer. Speziell für die elektronische Mars-Fotografie öffnen die Filter erst bei Wellenlängen, in der die Oberflächeneinzelheiten die größten Kontraste zeigen. |
| Verwendung für visuelle Beobachtung | Ungeeignet. |
| Verwendung für Fotografie | Ungeeignet. |
| Verwendung für CCD-Fotografie | Der Filter ist optimiert für die Verwendung eines Fernrohres bis 20cm Durchmesser mit einer Webcam oder Videokamera ohne eingebauten IR-Sperrfilter. DasÖffnungsverhältniss zur Erzielung optimaler Resultate liegt im Bereich von 1:25 bis 1:40. |
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| Hauptdaten | Transmissionen bis 98 % |
| Blockung von 400 bis 720 nm |
| Transmission>95 % ab 760nm |
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| Lieferbare Größen | in Fassungen für 1,25" Filterräder E28,5 |
| in Fassungen für 2" Filterräder E48 |
| in Sondergrößen rund von 20mm bis 80mm Durchmesser |