
Euro 89.95
260 Seiten
gebunden
Erscheinungsdatum: 1992
Anspruch: II-III
astro-shop Verkaufsrang: 260
sofort lieferbar
Artikelgruppe: Fernrohre
Geben Sie hier einen Begriff zur Suche in unserem Katalog ein.
Mehrere Begriffe können Sie mit einem Leerzeichen Trennen, z. B. "UHC Astronomik"
|

Sternwarten in Bildern
Architektur und Geschichte der Sternwarten von den Anfängen bis ca. 1950
Peter Müller
Es mag Amateurastronomen zuerst etwas ungewöhnlich erscheinen, dass sich ein Buch mit dem Gebäudetyp "Sternwarte" aus architektonischer Sicht beschäftigt. Auf den zweiten Blick erkennt man jedoch, dass Sternwarten die menschliche Kultur seit mindestens 4000 Jahren begleitet haben und daher zu einem der frühesten bekannten Gebäudetypen gehören. Dabei haben sie die unterschiedlichsten Formen gehabt, von frühzeitlichen Steinkreisen bis hin zu modernen Forschungsinstituten. Die Betrachtung der Entwicklung dieser Bauten führt zu baugeschichtlich und kulturhistorisch höchst interessanten Einsichten. Gleichzeitig bekommen Sie bei der Lektüre dieses Buches auch einen guten Überblick über die geschichtliche Entwicklung der beobachtenden Astronomie.
Das Buch stellt 82 wichtige Sternwarten von der Steinzeit bis in unsere Gegenwart vor. Jede Sternwarte wird mit einem Begleittext vorgestellt. Danach folgen je nach Bedeutung eine bis mehrere Seiten Bilder und - wo vorhanden - Grundrisse der Gebäude. Die Sternwarten sind nach dem Datum ihres Baus sortiert. Die jüngste beschriebene Sternwarte ist das Griffith-Observatorium in Los Angeles aus dem Jahr 1935. Der Autor hat sich bewusst auf die Zeit vor 1948 beschränkt, da nach diesem Zeitpunkt moderne Großsternwarten, mit dem Palomar-Observatorium als erster Vertreterin, in Betrieb gingen. Über diese Sternwarten existierte bereits ausreichend Literatur, so dass der Autor mit seinem Buch eine Lücke in der Beschreibung füllen konnte.
Die Struktur des Buches ist etwas eigenwillig. Sie finden einen guten Abschnitt, der die Geschichte des Sternwartenbaus zusammenfasst im hinteren Teil des Buches vor der tabellarischen Übersicht der Sternwarten und dem Bildnachweis. Die Zuordnung der einzelnen Beschreibungen zu bestimmten Epochen der Baugeschichte, wie Barock, Klassizismus oder Moderne, geschieht ausschließlich über das Inhaltsverzeichnis. Wenn Sie jedoch dieses gut strukturierte Verzeichnis nutzen, um den gesuchten Sternwartenbau zu finden, gelangen Sie schnell zu fundierten Informationen und guten Bildern der Anlage. Der Autor hält sich konsequent an sein Schema, Sternwarten zuerst mit dem Ort der Anlage und erst danach mit dem Namen zu bezeichnen. Alleine schon daran gewinnen Sie die Erkenntnis, dass bei modernen Sternwarten der häufig verwendete Name keinem rechten Schema folgt. Yerkes-, Lick- oder Archenhold-Sternwarte sind unter ihrem Namen bekannt, Mount Wilson, Pic du Midi oder Postdam-Babelsberg dagegen unter dem Ort der Anlage.
Die Entwicklung des Gebäudetyps "Sternwarte" können Sie mit diesem Buch sehr schön verfolgen. Sie erfahren unter anderem den klaren Bruch, den die Einführung des Fernrohres bedeutet hat. Danach sehen Sie sehr gut, wie die wachsende Größe und Mechanisierung der Fernrohre langsam zum modernen Kuppelbau als zentralem Bauwerk der Sternwarte geführt hat. Gerade an den vorgestellten Bauwerken aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist eine ästhetisch besonders ansprechende Verbindung aus repräsentativer Architektur und wissenschaftlichen Anforderungen erkennbar.
 |
|

Der Warenkorb ist leer
- astro-shop
- Eiffestr. 426
- 20537 Hamburg
-
- Telefon 040/511 43 48
- FAX 040/511 45 94
- Email astro@astro-shop.com
-
- Wenn Sie uns besuchen möchten, vereinbaren Sie bitte einen Termin.
-
- Sie erreichen uns telefonisch:
- Montag - Freitag: 10:00 - 15:00
-


|